{"id":2791,"date":"2020-07-15T11:32:34","date_gmt":"2020-07-15T09:32:34","guid":{"rendered":"http:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/?p=2791"},"modified":"2020-07-15T11:32:35","modified_gmt":"2020-07-15T09:32:35","slug":"landtagsabgeordnete-besuchen-fachstelle-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/?p=2791","title":{"rendered":"Landtagsabgeordnete besuchen Fachstelle"},"content":{"rendered":"\n<p>Bei ihrem Besuch der Fachstelle f\u00fcr Suchthilfe und Pr\u00e4vention des Diakonischen Werkes Werra-Mei\u00dfner informierten sich die beiden Landtagsabgeordneten Knut John und Karina Fissmann im Rahmen ihrer Sommertour \u00fcber das umfangreiche Angebot der Einrichtung. Dabei erl\u00e4uterte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Diakonischen Werkes, Dr. Lothar Kilian, wie sich der Betrieb in der Regel finanziert. \u201eVon den Gesamtausgaben in H\u00f6he von 480.000 Euro schultert die evangelische Kirche allein mehr als 20 Prozent. Die uns zur Verf\u00fcgung gestellten Mittel des Landkreises, des Landes und der Kirche sind gut angelegtes Geld.<\/p>\n\n\n\n<p>Fissmann und John setzten sich f\u00fcr mehr Wertsch\u00e4tzung dieser Arbeit ein und fragten nach den vermiedenen Folgen und Kosten durch Pr\u00e4ventionsarbeit und Beratung. Als Beispiel nannte Kilian die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zum \u201esocial return of investment\u201c einer psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle in Sachsen, die bei 257.000 Euro Gesamtkosten insgesamt 7.214.000 Euro Folgekosten vermeidet. \u201eDas zeigt deutlich, dass sich die Investitionen in diese Einrichtungen auszahlen, indem wir die finanziellen Mittel sinnvoll einsetzen\u201c, so Fissmann, die bem\u00e4ngelte, dass letztlich nur dort viel Geld in die Hand genommen wird, wo auch eine Lobby hinter stecke.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr welche Bereiche die Mittel sinnvoll eingesetzt werden, veranschaulichten Projektkoordinator Harald Nolte sowie die beiden Mitarbeiterinnen Anna Niebeling und Vanessa M\u00f6rbel. \u201eWir m\u00fcssen der Pr\u00e4vention mehr Raum geben und an den Schaltstellen des Lebens ansetzen, um Lebens- und Sozialkompetenzen zu f\u00f6rdern, mit Hilfe derer eine Sucht vermieden werden kann\u201c, stellte Nolte heraus. Ein besonderes Augenmerk lege man auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Multiplikatoren. \u201eWir beginnen mit unserer Pr\u00e4vention bereits im Kindergarten. Fast 100 Erzieherinnen und Erzieher sind geschult in unserem Projekt \u201ePapilio\u201c \u2013 viele Kitas arbeiten mit diesem Programm\u201c, so Nolte weiter. \u201eIn der Schule setzen wir dann unsere Projekte wie Klasse 2000 und diverse Schul-Workshops fort. Ein erfolgreiches Programm ist unser Projekt \u201eHaLT \u2013 Hart am Limit\u201c, erkl\u00e4rte Vanessa M\u00f6rbel, die die Koordination hierf\u00fcr innehat. \u201eHaLT&nbsp; ist unser Programm zur kommunalen Alkoholpr\u00e4vention und spricht die Altersgruppe von 14 bis 21 Jahren an\u201c, so M\u00f6rbel weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich der Beratung steht unter anderem Anna Niebeling neben drei weiteren Mitarbeitenden in der Einrichtung bereit. \u201eDie vergangenen Monate waren f\u00fcr unsere Arbeit nicht leicht. Trotz alledem war es wichtig, gerade in dieser Zeit Kontakte zu kn\u00fcpfen und aufrecht zu erhalten. Der Leidensdruck war bei vielen Menschen deutlich sp\u00fcrbar und der Bedarf an Beratung gro\u00df.\u201c, sagte die Beraterin, f\u00fcr die die allt\u00e4gliche Arbeit nun wieder weitestgehend unter den Hygienevorschriften \u201enormal\u201c verl\u00e4uft. \u201eDer stetig wachsende Bereich des risikoreichen Online Gl\u00fccksspiels wird in Zukunft auch auf die Fachberatung Auswirkungen haben. Deswegen ist auch hier die Pr\u00e4ventionsarbeit bei Jugendlichen aber auch Multiplikatoren sehr wichtig! \u201c so Niebeling.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Foto_Fachstelle_Suchthilfe-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2793\" srcset=\"https:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Foto_Fachstelle_Suchthilfe-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Foto_Fachstelle_Suchthilfe-300x225.jpg 300w, https:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Foto_Fachstelle_Suchthilfe-768x576.jpg 768w, https:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Foto_Fachstelle_Suchthilfe-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/suchtpraevention-eschwege.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Foto_Fachstelle_Suchthilfe-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>von links: Harald Nolte (Suchtpr\u00e4vention), Karina Fissmann und Knut John, SPD-Landtagsabgeordnete, Vanessa M\u00f6rbel (HaLT-Koordinatorin) Anna Niebeling (Suchthilfe und Beratung Gl\u00fccksspielsucht), Dr. Lothar Kilian, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Diakonisches Werk Werra-Mei\u00dfner<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei ihrem Besuch der Fachstelle f\u00fcr Suchthilfe und Pr\u00e4vention des Diakonischen Werkes Werra-Mei\u00dfner informierten sich die beiden Landtagsabgeordneten Knut John und Karina Fissmann im Rahmen ihrer Sommertour \u00fcber das umfangreiche Angebot der Einrichtung. 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