
Fachstelle für Suchthilfe beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht
Anlässlich des bundesweiten Aktionstags gegen Glücksspielsucht am 30. September 2026 beteiligte sich auch die Fachstelle für Suchthilfe am Aktionstag und machte mit einem Informationsstand in der Forstgasse in Eschwege auf die Risiken und Folgen von Glücksspielsucht aufmerksam.
Unter dem diesjährigen Motto „Suchtmittel Glücksspiel – Massive Werbung, wenig Schutz!“ wurde über die Gefahren problematischen Glücksspiels informiert und es konnte mit Besucherinnen und Besuchern über die Auswirkungen auf Betroffene und deren Angehörige in Austausch gekommen werden.
Glücksspielsucht kann weitreichende Folgen für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld haben. Was zunächst als Freizeitbeschäftigung beginnt, kann sich zu einem zwanghaften Spielverhalten entwickeln, bei dem die Kontrolle über das eigene Spielen zunehmend verloren geht. Die Folgen reichen von finanziellen Problemen und Verschuldung über Konflikte in Familie und Partnerschaft bis hin zu sozialer Isolation, Stress, Schuldgefühlen und psychischen Belastungen.
Ein besonderer Blickfang am Infostand war das Glücksrad. Es diente nicht nur als spielerisches Element, sondern wurde bewusst genutzt, um mit den Besucherinnen und Besuchern über die Mechanismen des Glücksspiels ins Gespräch zu kommen.
Dabei ging es unter anderem um das Gefühl der Hoffnung auf einen Gewinn, die Spannung vor dem Ergebnis und die damit verbundenen Erwartungen. Gleichzeitig wurde thematisiert, was passiert, wenn aus Hoffnung und Spannung ein Verlust wird – und warum gerade der Wunsch, einen Verlust wieder auszugleichen, dazu führen kann, weiterzuspielen.
Ein weiterer Kernpunkt des bundesweiten Aktionstags war die zunehmende Präsenz von Glücksspielwerbung.
Glücksspiel wird in Werbung und Öffentlichkeit häufig als Unterhaltung, Freizeitbeschäftigung oder Möglichkeit auf einen schnellen Gewinn dargestellt. Die damit verbundenen Risiken geraten dabei leicht in den Hintergrund. Für Menschen, die ein problematisches oder abhängiges Spielverhalten entwickeln, kann dies ebenfalls zu oben genannten Folgen führen.
Die Fachstelle für Suchthilfe und Prävention nutzte den Aktionstag daher auch, um für einen bewussten und kritischen Umgang mit Glücksspielwerbung zu sensibilisieren. Besonders wichtig ist es, über die Risiken aufzuklären und Menschen frühzeitig zu erreichen, bevor sich ein problematisches Spielverhalten entwickelt.
Das Angebot der Fachstelle für Suchthilfe und Prävention richtet sich an Betroffene, Angehörige sowie alle Menschen, die Fragen zum Thema Glücksspiel haben oder Rat und Unterstützung suchen. Die Beratung erfolgt vertraulich und bietet Hilfe sowohl bei ersten Unsicherheiten als auch bei bereits bestehenden Problemen.
Kontakt:
Diakonisches Werk Werra-Meißner
Fachstelle für Suchthilfe und Prävention
Leuchtbergstraße 10b
37269 Eschwege Telefon: 05651 3394292









